Dienstgeber legen neues Angebot vor

Im Gehaltskonflikt bei der Sozialversicherung erfolgt heute, Mittwoch, der nächste Anlauf zu einer Einigung. Ab 14.00 Uhr treffen Vertreter von Gewerkschaft und Hauptverband zu einer neuen Verhandlungsrunde zusammen. Die Dienstgeber-Seite will dabei ein neues Angebot vorlegen, über dessen Inhalt vorerst aber nichts bekannt ist.
Hauptstreitpunkt bisher war der Wunsch der Hauptverbands-Geschäftsführung, einen Gehaltsabschluss auf zwei Jahre zu erreichen. Unterstützung erhielten die Beschäftigten am Dienstag von der Ärtzekammer.
Der Hauptverband hatte für heuer eine Gehaltserhöhung um durchschnittlich 2,42 Prozent und für 2003 um 0,8 Prozent geboten mit der Möglichkeit von Nachverhandlungen über eine Anpassung an eine etwaige höhere Inflationsrate. Für die Gewerkschaft war dies zu wenig. Ihre Forderung liegt bei 3,1 Prozent. Wegverhandeln will man zumindest einen Abschluss auf zwei Jahre.
Gewerkschaft droht mit Kampfmaßnahmen
Zuletzt hatte die Gewerkschaft - vertreten durch GPA und HTV - entschieden mit Arbeitskampf gedroht, sollte es zu keiner Einigung kommen. Am 1. Februar wurden bundesländerweite Betriebsversammlungen mit insgesamt rund 10.000 Teilnehmern abgehalten, Verzögerungen in manchen Sozialversicherungs-Einrichtungen waren die Folge. In einer Resolution erteilten die Mitarbeiter der Gewerkschaft das Pouvoir für Kampfmaßnahmen, sollten die Gespräche scheitern.
Rückendeckung erhielten die rund 28.000 Beschäftigten der Sozialversicherung von der Ärztekammer. Deren Präsident Otto Pjeta erklärte in einer Aussendung: "Die Forderungen der SV-Beschäftigten sind berechtigt". Es sei keine Frage, dass insbesondere die Ärztinnen und Ärzte in den Einrichtungen der Sozialversicherungsanstalten für ihre verantwortungsvolle Arbeit leistungsgerecht entlohnt werden müssten.
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