"Die neue FPÖ muss sich endlich entfalten"

Die Spekulationen um einen Rücktritt von FPÖ-Klubchef nahmen in den letzten Tagen dramatisch zu. Jetzt spricht Peter Westenthaler in morgen erscheinenden NEWS Klartext:
In einem ausführlichen Interview in der morgen erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS meldet sich FPÖ-Klubobmann Peter Westenthaler zu Wort.
Über seine politische Zukunft werde er mit Parteiobfrau Susanne Riess-Passer nach deren Rückkehr sprechen, für ihn sei aber klar, dass die FPÖ an einer entscheidenden "Weggabelung" stehe. Westenthaler: "Es geht jetzt um eine strategische Grundsatzdebatte. Gehen wir unseren Weg als Regierungspartei dauerhaft weiter? Oder wollen wir den Weg einer halben Oppositionspartei gehen." Westenthaler wünsche sich, "dass die neue FPÖ - also das Regierungsteam, das in den letzten zwei Jahren erfolgreich gearbeitet hat - die Chance bekommt, sich nachhaltig profilieren und entfalten zu können". Westenthaler weiter: "Es gibt eine frühere FPÖ, zu der gehören Haider und auch Westenthaler. Und dann gibt es eine neue FPÖ mit zum Beispiel Karl-Heinz Grasser, Herbert Scheibner und Susanne Riess-Passer, die alle neue Wähler ansprechen, und den weiteren Ministern. Das sind Leute, die eine differenzierte politische Kultur vertreten. Jetzt muss unseren Aushängeschildern die Möglichkeit gegeben werden, sich zu entfalten." Westenthaler appelliert im NEWS-Interview unmissverständlich an seinen früheren Mentor Jörg Haider, den Emanzipationsprozess zuzulassen: "Als Jörg Haider vor zwei Jahren zurückgetreten ist, hat er gesagt: "Das Kind FPÖ muss laufen lernen." Wenn man das ernst nimmt, muss man das auch zulassen. Das heißt, dass man das Kind, wenn es zwei Schritte macht, nicht gleich wieder an den Hosenträgern zurückziehen darf."
Westenthaler hätte in den letzten beiden Jahren häufig versucht, diese Punkte zu diskutieren: "Aber es hat nie eine Gelegenheit gegeben." Überhaupt beklagt Westenthaler einen Mangel an Kommunikation: "Wir sind früher öfter essen gegangen. Haben was miteinander getrunken. Und wenn wir früher unterschiedlicher Meinung waren, haben wir das ausgesprochen. Wir waren in Wirklichkeit unschlagbar. Das geht mir ab."
Konkret kritisiert Westenthaler FPÖ-Vize Hubert Gorbach und Generalsekretär Peter Sichrovsky. Letzterer hatte in einer Aussendung erklärt, Westenthaler mache momentan 'eine Pause'. Westenthaler dazu: "Jeder soll vor seiner Tür kehren. Ich war im Büro und habe gearbeitet. Keiner, auch nicht Herr Gorbach, hat versucht, mich zu erreichen. Und keiner von denen hat einen Schritt ins Parlament gemacht. Diese Aussagen waren absolut entbehrlich. Ich frage ja auch nicht, wieso der Herr Gorbach seit Wochen keine Montagssitzungen mehr besucht hat, und ich sage auch nichts über die geringe Anwesenheit Sichrovskys im EU-Parlament. Falsche Ferndiagnosen verbitte ich mir."
Das ausführliche Interview lesen Sie im neuen NEWS
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