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Die Europäische Kommission hat ihre Beratungen über die Neuordnung des Autovertriebs in Europa aufgenommen. Wettbewerbskommissar Mario Monti will mit seinen Plänen die Macht der Autokonzerne eindämmen und den Verbrauchern niedrigere Neuwagenpreise bescheren. Montis Vorschläge stießen bei einigen Kommissaren jedoch noch auf Bedenken, hieß es am Dienstag aus der Brüsseler Behörde. Insider rechnen deshalb damit, dass die Kommissare bei ihrer Sitzung in Straßburg noch Änderungen beschließen könnten.
Monti will unter anderem die enge Bindung der Vertragshändler an bestimmte Marken lockern. Ein Händler könnte demnach unter einem Dach künftig Autos verschiedener Hersteller verkaufen. Außerdem soll die Stellung freier Werkstätten und unabhängiger Ersatzteil-Anbieter gestärkt werden. Umstritten war bis zuletzt der Gebietsschutz für die Vertragshändler der Konzerne.
Industriekommissar Erkki Liikanen setzte sich für eine solche Klausel ein, um kleine und mittlere Unternehmen der Branche zu schützen. Montis letzter Entwurf habe keine Regelung zu den Absatzgebieten enthalten, hieß es in Brüssel.
Der Vorschlag, den die Kommission in Straßburg beschließen wird, soll in den kommenden Monaten mit Branchenvertretern und anderen Fachleuten diskutiert werden. Im Juli will die Kommission dann ein endgültiges Regelwerk beschließen. Es soll die bisherigen Ausnahmen von den Wettbewerbsregeln für die Autobranche ersetzen, die Ende September auslaufen.
Der Entwurf für die Neuregelung des Kfz-Vertriebes in der EU wird um 17.00 Uhr im Parlament vorgestellt. Die APA wird berichten.

