Fahndung nach weiteren Verdächtigen läuft

Die afghanischen Behörden haben nach eigenen Angaben zwei Person im Zusammenhang mit der Tötung von vier westlichen Journalisten festgenommen. "Ja, wir haben zwei (Personen) gefangen genommen", sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Samstag in Kabul. Aus Kreisen des afghanischen Geheimdienstes verlautete, die zwei Verdächtigen würden verhört. Dabei soll ein Verdächtiger zugegeben haben, an den Morden beteiligt gewesen zu sein.
Die vier getöteten Männer - zwei Mitarbeiter der Nachrichtenagentur Reuters, ein Reporter der spanischen Zeitung "El Mundo" und eine Journalistin der italienischen Zeitung "Corriere della Sera" - waren am 19. November in einem Hinterhalt in der ostafghanischen Provinz Nangarhar getötet worden.
Seit dem Beginn des von den USA angeführten Angriffs auf die radikal-islamischen Taliban und die El-Kaida-Gruppe des moslemischen Extremisten Osama bin Laden sind vier andere westliche Journalisten getötet worden, darunter ein Mitarbeiter des deutschen Magazins "Stern".
Verdächtiger gesteht Beteiligung am Mord an den Journalisten
Ein Sprecher des afghanischen Innenministeriums erklärte, der Verdächtige habe gestanden, an dem Verbrechen beteiligt gewesen zu sein. Einzelheiten über seine Rolle wollte der Sprecher jedoch nicht nennen, der Mann werde noch verhört. Der Verdächtige habe die Ermittler zum Tatort geführt und ihnen einige persönliche Gegenstände der Journalisten gezeigt. Vermutlich könne er Mittäter identifizieren, sagte der Sprecher.
Die Journalisten waren am 19. November auf der Straße von Jalalabad nach Kabul in einen Hinterhalt geraten und aus nächster Nähe erschossen worden. Es handelt sich um einen australischen Kameramann und einen afghanischen Fotografen der Nachrichtenagentur Reuters, Harry Burton und Aziz Haidari, einen Korrespondenten der spanischen Zeitung "El Mundo", Julio Fuentes, sowie die Journalistin Maria Grazia Cutuli von der italienischen Zeitung "Corriere della Sera".
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