Betreiber E.ON: Bei Wartungsarbeiten entdeckt

An einer Rohrleitung des niederbayerischen Kernkraftwerks Isar I ist ein Riss festgestellt worden. Bei einer Prüfung des Reinigungssystems für das Reaktorwasser sei eine beschädigte Schweißnaht gefunden worden, teilte der Betreiber E.ON- Kernkraft am Freitag mit.
Das Vorkommnis habe aber keine Auswirkungen auf den Betrieb des Atommeilers bei Essenbach-Ohu (Landkreis Landshut), wurde betont.
Das betroffene Reinigungssystem sei für Wartungsarbeiten planmäßig außer Betrieb gewesen. Das beschädigte Rohrstück ist laut E.ON ausgetauscht worden. Das Vorkommnis liege unterhalb der siebenstufigen internationalen INES-Skala für die Bewertung von Vorkommnissen (wird also offiziell mit Stufe null bewertet, Anm.). Die Atomaufsicht sei ordnungsgemäß über den Schaden informiert worden.
Vor einigen Monaten war das 25 Jahre alte Kraftwerk wegen angeblicher Sicherheitsmanipulationen in die Schlagzeilen geraten. Obwohl damals keine konkreten Verstöße nachgewiesen werden konnten, hatte E.ON einen Sicherheitsmitarbeiter von Isar I entlassen. Die beiden Isar-Kraftwerke in Essenbach zählen zu den größten Atomstandorten in Deutschland. Isar II ist seit 1988 am Netz.
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