"Zentralistischer Gehorsam geht auf die Nerven"

In einem Interview in der neuen Ausgabe des
Nachrichtenmagazins NEWS geht Sozialminister Herbert Haupt (FPÖ) mit der Europapolitik seines Koalitionspartners ÖVP hart ins Gericht. "Der zentralistische Gehorsam, den manche ÖVP-Politiker in der Europapolitik an den Tag legen, geht den Österreichern schon langsam auf die Nerven", so der Sozialminister wörtlich.
Konkret nennt Haupt EU-Kommissar Franz Fischler: "Manche Positionen, die er vertritt, stoßen bei den Österreichern zunehmend auf Widerstand und Unverständnis. Die ÖVP wird gut beraten sein, die Positionen, die sie im Inland vertritt, auch in Brüssel mit mehr Gewicht zu vertreten".
Für ihn, so Haupt, sei die Osterweiterung zwar kein Herzstück, sie bringe aber wirtschaftliche und politische Vorteile. Der bemerkenswerte Vergleich des Sozialministers: "Es gibt Ähnlichkeiten zwischen den kleinen Ländern Osteuropas und uns. Die Länder denken genau wie wir: Sie haben 50 Jahre lang unter der Hegemonie von kommunistisch geführten
Regimen wie der Sowjetunion gelitten. Auch wir waren zentralistisch von den Sozialdemokraten regiert. Und weder wir noch die Ostländer denken daran, nun den östlichen Zentralismus gegen die Majorisierung durch das sozialdemokratische Deutschland, das sozialdemokratische Frankreich oder das sozialdemokratische Großbritannien, die Brüssel regieren, einzutauschen. Da können sich strategische Partnerschaften ergeben."
Lesen Sie die ganze Story in der aktuellen Ausgabe von NEWS.
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