Friedliche Protestaktionen am Rande der Strecke

Zwei deutsche Atommüll-Transporte haben bis Mittwochmittag ohne nennenswerte Zwischenfälle einen großen Teil der Strecke in Richtung französische Grenze zurückgelegt. Eine Sprecherin des Bundesgrenzschutzes in St. Augustin bei Bonn teilte mit, für den Abend sei die Ankunft der Züge im rheinland-pfälzischen Wörth geplant.
Nach Angaben von Umweltschützern gab es am Rande der Strecken friedliche Protestaktionen und Mahnwachen.
Der Atommüll kommt aus den Kernkraftwerken Brunsbüttel (Schleswig-Holstein), Stade (Niedersachsen) und Neckarwestheim (Baden-Württemberg). Der norddeutsche Transport ist für die französische Wiederaufarbeitungsanlage La Hague, der süddeutsche für die englische Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield bestimmt.
Drei Behälter aus Stade und einer aus Brunsbüttel waren gegen 03.40 Uhr auf dem Bahnhof Maschen südlich von Hamburg zusammengekoppelt worden. Im niedersächsischen Buchholz hielten laut Greenpeace 30 Atomkraftgegner eine Mahnwache. Auf den Bahnhöfen Münster und Münster-Hiltrop demonstrierten mehrere Menschen mit Protest-Transparenten gegen die Kernkraft. Die Fahrt des Zuges sei jedoch nicht behindert worden, sagte die BGS-Sprecherin. Am Mittag hatte der Zug Troisdorf bei Bonn passiert. Die weitere Streckenführung wurde geheim gehalten.
Drei Behälter aus Neckarwestheim waren bereits Dienstag Früh auf der Straße in das Dampfkraftwerk Walheim im Kreis Ludwigsburg gebracht worden. Die Fahrt wurde dann am Mittwoch über die Schiene fortgesetzt.
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