Stermann und Grissemann mit dabei!

Es geht los! Das Rennen um die Teilnahme am diesjährigen Song Contest (auch bekannt als "46. Grand Prix Eurovision de la Chanson") hat begonnen. Gestern Abend wurden die 10 offiziellen Kandidaten vorgestellt, die in einer Publikumswahl um die Teilnahme als Vertreter Österreichs bei dem Sangeswettbewerb in Tallinn wetteifern werden. Mit dabei: Die contestgeeichten FM-4-Kommentatoren und Kabarettisten Stermann und Grissemann!
Am 46. Grand Prix Eurovision de la Chanson durfte Österreich auf Grund des schlechten Abschneidens in den Vorjahren nicht teilnehmen. Am 25. Mai 2002, wenn in Tallinn Musiker aus 24 EBU-Ländern um die Länderwertungen rittern, ist Österreich wieder dabei. "Wir haben das Jahr, das wir ausgesetzt haben, genützt und uns nicht nur faul zurückgelehnt", versicherte ORF-Unterhaltungschef Edgar Böhm gestern im Wiener Ö3-Haus bei der Kandidaten-Präsentation für die am 1. März stattfindende Vorausscheidung.
Erstmals seit acht Jahren hat sich Österreich wieder für eine nationale Vorausscheidung entschieden - so wie übrigens 18 weitere Länder. Nur in Frankreich, Israel, Russland, Zypern und Rumänien überlässt man die Entscheidung einer Fachjury. Die Kandidaten aus Zypern ("One"), Israel (Sarit Hadat), Finnland (Laura Voutilainen) und Estland (Sahlene) stehen bereits fest.
In Österreich müssen die zehn Vorausscheidungs-Kandidaten bis zum Abend des 1. März zittern, doch "für mich sind diese zehn bereits allesamt Gewinner", versicherte der Geschäftsführer des Verbandes der Österreichischen Musikwirtschaft (IFPI Austria), Franz Medwenitsch. Schließlich wurden sie unter 700 Bewerbungen ausgesucht. Vier Starter wurden von einer ORF-Jury ausgewählt, sechs von den größten österreichischen Plattenlabels ins Rennen geschickt. Und da die Vorausscheidung als große Hauptabend-Musikshow am 1. März ab 21.05 Uhr (ORF 1) direkt nach der Millionenshow vom TV-Theater am Küniglberg auf Sendung geht, hofft man bei der Musikindustrie auf werbeträchtige Effekte auch für jene, die nicht nach Tallinn reisen dürfen.
In der von "Taxi Orange"-Mastermind Mischa Zickler entwickelten und von Andi Knoll moderierten Sendung (Zickler: "Sie soll jung sein, modern sein, schnell sein, spannend sein, Pop sein") hat das Publikum drei Möglichkeiten, seine Kandidaten zu küren: via klassischem Televoting, erstmals via SMS und auch übers Internet, wo zuvor mittels eines Quiz ausgewählte 2002 Mitglieder einer "Ö3-Internetcommunity" mitstimmen können.
Unter den zehn Kandidaten finden sich neben bekannten Namen wie Manuel Ortega (mit dem Titel "Say a Word") und Bluatschink ("Bluama in da Scherba") auch zahlreiche Newcomer. Der 27-jährige Dornbirner Kubilay Bas präsentiert mit "Güle, Güle" (deutsch: "Auf Wiedersehen") Turkish-Dancefloor made in Austria, die 29-jährige ELA, die auf eine Mitarbeit an einer Plattenproduktion von Andre Heller im zarten Alter von sieben Jahren zurückblicken kann, tritt mit dem Lied "Love Can Change Your Heart" an. Die Band "Hartmann" geht mit "Supadupa" in die Vorausscheidung, die Girlgroup "I:levenless7" bietet sich nicht nur mit dem Bandnamen, sondern auch mit dem Songtitel ("SMS4LOVE") als Zungenbrecher an.
Dazu kommen die 26-jährige Anik Kadinski ("Be Somebody Be Someone"), das Duo "Loud9" mit "Won't Forget Tonight", "The Shepherds" mit "One Day in June" sowie - die Kult-Moderatoren der FM4-Radio-Übertragung des Song Contest, Dirk Stermann und Christoph Grissemann. Sie wollen zum ersten Mal singen und moderieren und treten mit dem einfühlsamen Titel "So ein schönes Ding" an.
Wie sie und die anderen neun Kandidaten klingen, das wurde bei der Präsentation noch nicht verraten. Schließlich sollen die allesamt neu getexteten und komponierten Songs am 1. März erstmals live erklingen. Und werden, ist sich Edgar Böhm sicher, allesamt mithelfen, "Österreich als aktives, produktives und kreatives Pop- und Musikland zu positionieren."

