Branson will sich zurückziehen

Susanne Stuppacher, Geschäftsführerin des Virgin Megastores in der Wiener Mariahilfer Straße, bereitet ein Managment-Buyout für das CD- und DVD-Geschäft vor. Das berichtet das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner morgen, Montag, erscheinenden Ausgabe. "Ich habe mit den britischen Eigentümern vereinbart, dass mein Übernahmeangebot bis Ende Februar auf dem Tisch liegt", erklärte Stuppacher gegenüber dem Magazin. Derzeit führe sie Endverhandlungen mit Investoren, darunter eine Plattenfirma und ein Risiko-Fonds.
Wie FORMAT weiter berichtet, hat Österreichs größtes Musikgeschäft in dem mit Jänner endenden Geschäftsjahr trotz stark rückläufigem Gesamtmarkt mit rund 180 Millionen Euro den Umsatz des Vorjahres gehalten. Das Virgin Megastore fuhr allerdings wegen der Konzernumlagen und Mietausfälle durch den im Keller untergebrachten Amadeus einen Verlust von 500.000 Euro ein.
Stuppacher braucht für die Übernahme rund zwei Millionen Euro. Eine Million muß sie als Ablöse an Branson zahlen, eine Million ist für den Relaunch des Ladens erforderlich. Stuppachers Business-Plan für die Fortführung sieht unter anderem den Verkauf von Hardware wie
Stereoanlagen, einen Ausbau der Gastronomie im Geschäft und verstärkten Internet-Vertrieb vor.
Die zweite österreichische Virgin-Filiale, das Geschäft im Dachgeschoß des Amadeus in der Linzer Landstraße, schloß seine Pforten bereits Ende Dezember. Die Britischen Virgin-Eigentümer haben auch ihre deutschen Läden geschlossen und die französischen an neue Eigentümer verkauft. Stuppacher hat sich von der Verkäuferin in der Dancefloor-Abteilung zur Geschäftsführerin hochgearbeitet. Sie will den alten Namen des Unternehmens weiter führen.

