Höhenflug in der Steiermark

Die Steiermark hebt ab. Wie das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner jüngsten Ausgabe berichtet, ist der Startschuss zur Gründung des Billigcarriers Styrian Airline gegeben. Ex-Tyrolean-Chef Feitl soll die strategische Führung übernehmen.
Die Startbahn für eine zweite österreichische Linienairline neben der Austrian- Gruppe ist seit letztem Donnerstag freigegeben. An diesem Tag traf der steirische Steuerberater und Unternehmer Norbert Ertler mit Ex-Tyrolean- Boß Fritz Feitl in Graz zusammen. Ergebnis des Meetings: Das Projekt zur Gründung eines heimischen Billigcarriers mit Namen Styrian Airways wird angegangen. Feitl soll als Berater innerhalb von acht Wochen einen Businessplan ausarbeiten. Ein Grundsatzpapier gibt es schon. Dieses stammt vom langjährigen Tyrolean- Mitarbeiter und Feitl-Weggefährten Jörg Pommer.
Vorerst: Destinationen in Deutschland
Danach wollen die Airliner in spe zu Beginn von Graz aus vor allem Destinationen in Deutschland bedienen. Stuttgart und München, beides Sitze großer Automobilkonzerne, sind bevorzugte Ziele der zahlreichen steirischen Autozulieferer. Den Vertrieb will Styrian Airways nach dem Vorbild des irischen Low-cost-Carriers Ryan Air organisieren: hauptsächlich Direktverkauf über Telefon und Internet.
Haupinvestor: HGI Beteiligungs AG
Hauptinvestor wird die Grazer HGI Beteiligungs AG sein. Diese gehört Steuerberater Ertler, der unter anderem mit Immobilien zu Geld gekommen ist, Stefan Stolitzka, der mit der SLE Schuh AG die Schuhmarken Legero, Superfit und think! produziert, sowie dem Unternehmer Romuald Bertl und dem österreichischen Magna-General Siegfried Wolf. Ausreichend finanzkräftig für eine neue Airline sind die Partner nach eigener Aussage. Ertler: „Die HGI kann so etwas auf die Beine stellen. Wir hoffen aber auf möglichst viele steirische Unternehmen als Aktionäre. Sie alle werden von billigeren Flügen profitieren. Auch Stadt und Land sind begeistert.“
Jets billig zu kriegen
Gerechnet wird mit rund 7,5 Millionen Euro Anfangsinvestment für den Betrieb. Styrian Airways würde mit einem Jet beginnen. Wird dieser gekauft statt geleast, kommen 10 bis 15 Millionen Euro dazu. Die Zeiten dafür sind gut: Sowohl Flieger als auch Piloten sind derzeit günstig am Markt zu bekommen. Operativ soll Pommer, strategisch ein Beirat unter Feitl die Airline führen.
Mehr über den Höhenflug der Steiermark lesen Sie im neuen FORMAT!

