Donnerstag, 31. Jänner 2002

Mitarbeiter werden nicht abgebaut

Die Ankerbrot-Mitarbeiter wurden heute, Donnerstag, über den nächsten Sanierungsschritt informiert: 97 Filialen in ganz Österreich sollen demnächst geschlossen werden. Dies berichtet das "WirtschaftsBlatt" (Freitagausgabe).

Das sei jedoch keinesfalls eine böse Überraschung für die Beschäftigten, werde versichert: "Wir sperren laufend Standorte. Das ist Teil der vor Jahren beschlossenen Gesamtplanung", sagte Hans Müller, Vorstandsvorsitzender der Müller Brot AG, dem Blatt. Das deutsche Unternehmen hält 91 Prozent an Ankerbrot, der Rest befindet sich in Streubesitz.

Es handle sich nur um Kleinstfilialen, also Standorte in Seitenstraßen mit geringer Umsatzgröße oder in alten Gebäuden", so Müller. Gleichzeitig würde der Wiener Traditionsbäcker auch expandieren und permanent neue Geschäfte in guten Lagen eröffnen sowie bestehende umbauen. Von der geplanten Sperre betroffene Mitarbeiter könnten daher in anderen Filialen unterkommen. "Es werden keine unserer derzeit mehr als 2.000 Mitarbeiter abgebaut", beteuert Müller in der Zeitung. Derzeit betreibt Ankerbrot österreichweit rund 285 Geschäfte. Mit rund 15 Standorten, die jährlich neu eröffnet werden, werden als Ziel gut 200 Filialen angepeilt.

Laut Müller läuft auch die Sanierung voll nach Plan. "Wir werden 2003 eine schwarze Null schreiben", ist er überzeugt.

31.1.2002 19:45