Montag, 28. Jänner 2002

Für BMW war 2001 das größte Rekordjahr

Für die Autobranche war 2001 ein schweres Jahr. Ausnahme: BMW. Die Bayern blicken auf das beste Jahr ihrer Unternehmensgeschichte zurück. Sie haben im vergangenen Jahr den versprochenen Rekordumsatz eingefahren. Und sie wollen 2002 weiter auf Rekord-Kurs bleiben.

Der BMW-Konzern will nach dem besten Jahr seiner Geschichte auch 2002 trotz Autoflaute auf Rekordkurs bleiben. "Wir gehen davon aus, dass das Unternehmen 2002 den eingeschlagenen Wachstumskurs fortsetzen wird", sagte BMW-Chef Joachim Milberg am Montag in München. Im vergangenen Jahr steigerte der weiß-blaue Autobauer trotz der Trennung von der verlustreichen Rover-Tochter den Umsatz um 7,1 Prozent auf erstmals 37,85 Milliarden Euro (520,83 Mrd. S). Auch beim Gewinn hatte der weiß-blaue Autobauer für das vergangene Jahr neue Bestwerte angekündigt. Zahlen wurden bisher aber noch nicht veröffentlicht.

Der Absatz von Autos der Marken BMW und MINI war im vergangenen Jahr um gut zehn Prozent auf erstmals mehr als 905.000 verkaufte Fahrzeuge gestiegen. Im Segment BMW-Autos wuchs der Umsatz um gut 13 Prozent auf 33,5 Milliarden Euro. Die Motorrad-Sparte steigerte die Erlöse um 14 Prozent auf mehr als eine Milliarde Euro. Rover-Autos hatten im Vorjahr 2000, als sich BMW von der britischen Tochter trennte, noch knapp 3,9 Milliarden Euro zum Konzernumsatz beigesteuert.

Investitionen trotz allgemeiner Flaute
Trotz der sich abzeichnenden Autoflaute investierte BMW im vergangenen Jahr erstmals 2,8 Milliarden Euro, ein Drittel mehr als im Vorjahr. Dabei wurden unter anderem die Produktionskapazitäten im Werk Spartanburg wegen der hohen Nachfrage nach dem geländegängigen X5 fast verdoppelt. Auch in die Stammwerke München, Dingolfing und Regensburg sei kontinuierlich investiert worden.

Einstellungen statt Entlassungen
Die Zahl der Mitarbeiter im BMW-Konzern stieg im vergangenen Jahr um gut fünf Prozent auf weltweit 97.275 Beschäftigte. Im Inland wurden 4.000 neue Stellen geschaffen. Die Zahl der Beschäftigten in Deutschland stieg so auf knapp 73.000 Mitarbeiter.

28.1.2002 11:16