Montag, 28. Jänner 2002

Offizielle Übergabe an BAWAG/P.S.K.-Gruppe

Heute wird offiziell, was rein rechtlich schon seit Dezember fest steht: Der Besitzerwechsel der traditionsreichen Klaviermanufaktur Bösendorfer. Der bisherige Eigentümer, das US-Unternehmen Kimball, übergibt die Firma Bösendorfer im Rahmen einer Matinee im Beisein von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch an den neuen Eigentümer, die BAWAG/P.S.K.-Gruppe.

Die traditionsreiche Klaviermanufaktur Bösendorfer, die seit Jahresende 2001 mit der BAWAG/P.S.K.-Gruppe wieder einen österreichischen Eigentümer hat, meldet nach der Teilnahme an der ersten wichtigen Musikmesse des Jahres in Anaheim, Kalifornien, "schöne Verkaufserfolge". Es konnten Aufträge akquiriert werden, die die Produktion von eineinhalb Monaten abdecken.

Kurzarbeit statt Entlassungen
Der weltweite Klaviermarkt ist in Folge der Konjunkturabschwächung und zurückgegangen. Bei Bösendorfer sank der Verkauf um rund 10 Prozent. Um dem entgegenzutreten, wurde im Einverständnis mit der Belegschaft eine Kurzarbeitsperiode vom 1. Jänner bis zum 31. März 2002 vereinbart. So müssen keine Mitarbeiter abgebaut werden.

Neben der Teilnahme an Messen - Mitte März findet in Frankfurt eine der wichtigsten Musikmessen statt - arbeitet Bösendorfer laut Generaldirektor Rudolf Arlt am Aufbau neuer Märkte, etwa Asien. Die Lieferkonditionen vor allem nach China seien auf Grund des WTO-Beitritts des Landes viel besser geworden.

28.1.2002 10:35