Montag, 28. Jänner 2002

RHI-Wandelanleihe soll US-Verluste abfangen

Im Feuerfestkonzern RHI wird eine nachrangige Wandelanleihe von insgesamt 144 Millionen Euro (1,98 Mrd. Schilling) aufgelegt. So soll nach dem milliardenteuren Schlussstrich unter das Debakel im US-Geschäft die Liquidität gesichert werden. Die Konditionen für diese Emission werden jetzt festgelegt.

Endgültig beschlossen werden soll die Anleihe in einer außerordentlichen Hauptversammlung (HV) am 15. Februar 2002.

Zwei Tranchen
Die Anleihe wird in zwei Tranchen begeben: Tranche A und Tranche B. In der Tranche A werden 1.809 nachrangige Wandel-Schuldverschreibungen zu je Nominale 40.000 Euro mit einer Laufzeit bis einschließlich 31. Dezember 2009 mit einer Verzinsung von 6 Prozent pro Jahr aufgelegt. Voraussetzung der Rückzahlung der ersten Tranche ist, dass auch nach Rückzahlung das im Einzelabschluss der RHI AG auszuweisende Eigenkapital noch mindestens der Hälfte des dann aktuellen Grundkapitals der RHI AG entspricht.

1 Wandelanleihe gegen 5.500 Aktien
Die Zeichner der ersten Tranche sollen berechtigt sein, ihre Obligationen erstmals ab 1. Jänner 2007 im Umtauschverhältnis 1:5.500 (eine Wandelschuldverschreibung Tranche A gegen 5.500 Stückaktien) umzutauschen, bei der Tranche B soll das schon ab 1. Jänner 2003 möglich sein. Der Emissionserlös fließt in die Rückzahlung der Bankschulden.

In der Hauptversammlung stehen neben einem Bericht des Vorstandes über die wirtschaftliche Situation des Unternehmens und das in die Wege geleiteten "Kapitalrestukturierungskonzepts" auch "Nachwahlen in den Aufsichtsrat" an.

28.1.2002 09:27