ÖHB-Team krasser Außenseiter

Österreichs Männer-Handball-Auswahl erhielt am Sonntag in der Qualifikation für die WM-Endrunde im Jänner 2003 in Portugal mit Spanien einen übermächtigen Gegner zugelost. Gegen den aktuellen Olympiadritten, WM-Fünften und EM-Siebenten geht das ÖHB-Team als krasser Außenseiter in die Spiele am 1./2. Juni (heim) und am 8./9. Juni (auswärts).
Die Österreicher waren erst in der EM-Ausscheidung 1999 mit 22:28 in der Südstadt und 22:29 in Elche an den Spaniern gescheitert. Außerdem setzte es bei Turnieren in Innsbruck (August 2000) und Torrevieja (September 2000) gegen die Iberer jeweils deutliche Niederlagen (21:27 bzw. 22:34).
ÖHB-Teamchef Rainer Osmann nahm das Los mit einem lachenden und einem weinenden Auge zur Kenntnis: "Mit Russland oder Dänemark ist das sicher die stärkste Mannschaft, die wir bekommen konnten. Spanien hätte bei der EM in Schweden auch das Finale erreichen können. Sie haben nur knapp gegen Deutschland verloren", sagte der Deutsche.
Osmann aber denkt nicht daran, Trübsal zu blasen, sondern sieht in diesem Los auch positive Aspekte: "Für die weitere Entwicklung der österreichischen Mannschaft sind zwei so schwere Spiele jedenfalls wichtig. Wir können ganz gelöst in die Partie gehen und werden wie die Löwen kämpfen", verspricht der Teamchef.
Die weiteren Qualifikations-Paarungen:
Litauen - Russland
Ungarn - Ukraine
Norwegen - Jugoslawien
Israel - Slowenien
Polen - Schweiz
Kroatien - Tschechien
Mazedonien gegen den Verlierer der EM-Partie Dänemark - Island
Fix qualifiziert sind neben Titelverteidiger Frankreich auch Veranstalter Portugal sowie die ersten drei der WM (Schweden, Deutschland bzw. Island oder Dänemark).
