Dreisatzsieg über Monica Seles

Martina Hingis feierte am Sonntag in Tokio ihren insgesamt 40. Turniersieg. Die 21-jährige Schweizerin, in der japanischen Metropole topgesetzt, besiegte die als Nummer drei gereihte US-Amerikanerin Monica Seles in 98 Minuten mit 7:6(6),4:6,6:3. Nach Sydney war es der zweite Titel dieses Jahres für die Australian-Open-Finalistin, die die knappe Niederlage gegen Jennifer Capriati in Melbourne gut weg gesteckt hat.
Das "Pan Pacific Open", das für Hingis auf Grund von Sponsorenverpflichtungen zum fixen Programm gehört, zählt für sie ohnehin zu den ergiebigsten Turnieren: Seit 1997 stand sie durchwegs im Finale, nach 1997, 1999 und 2000 stemmte sie am Sonntag die Siegertrophäe zum vierten Mal in die Höhe. In 15 Matches in diesem Jahr setzte es nur die erwähnte Niederlage gegen Capriati.
"Ich habe nach der Operation ziemlich hart gearbeitet, also ist es für mich die Schokoladesauce auf der Spitze der Vanille-Eiscreme, dass es jetzt so gut läuft", freute sich Hingis. Immerhin hatte die Schweizerin seit Moskau 2000 kein Tier I-Turnier, also die höchste Kategorie nach den Grand Slams, mehr gewonnen. "Man hat immer Zweifel. Manchmal fragt man sich, ob man immer noch gut genug ist, aber jetzt kann ich meine Ziele und Erwartungen für dieses Jahr sehr hoch ansetzen", hat die Schweizerin eine große Portion Selbstvertrauen getankt.
Gegen Seles hat Hingis die Head-to-head-Bilanz nun auf 14:4 Siege verbessert. In diesem Jahr entschied sie innerhalb von einer guten Woche beide Duelle für sich.
Hingis ließ sich vom Verlust des zweiten Satzes nicht beirren, sondern zog sofort wieder auf 3:0 davon. "Im ersten Satz war ich etwas glücklicher und im dritten Satz habe ich es durchziehen können", erklärte die Siegerin, die im Tiebreak des Eröffnungsdurchgangs ein 1:5 wettgemacht hatte.
