Erst wenn in Pakistan Demokratie herrscht

Der indische Regierungschef Atal Behari Vajpayee hat jeden Dialog mit Pakistan ausgeschlossen. Die Vorraussetzung für weitere Fortschritte sei erst gegeben, wenn dort demokratische Verhältnisse herrschen.
Auf einer öffentlichen Versammlung in Patna im Ostindien sagte er am Sonntag, seitdem in Pakistan ein General herrsche, sei kein sinnvoller Dialog mit den Führern des Nachbarlandes möglich. Sollten aber doch Gespräche zustande kommen, dann müsste an erster Stelle das Kaschmir-Problem stehen, erklärte Vajpayee später vor Journalisten.
Moslemische Separatisten wollen den indischen Teil Kaschmirs vom überwiegend hinduistischen Indien abtrennen und mit dem pakistanischen Kaschmir-Gebiet vereinigen. Bei mehreren Gefechten mit indischen Grenztruppen wurden am Sonntag im indischen Teil Kaschmirs zehn Moslem-Extremisten getötet.
Der Kaschmir-Konflikt stand am Sonntag auch im Mittelpunkt eines zweitägigen Besuches des russischen Außenministers Igor Iwanow in Neu-Delhi. Nach einem Gespräch mit seinem indischen Amtskollegen Jaswant Singh sagte Iwanow vor der Presse, er stimme vollauf mit dem indischen Standpunkt überein, dass die Bereitschaft Pakistans, den Terrorismus zu bekämpfen, an seinen Taten gemessen werden müsse.
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