Bis zu 100 Franzosen unter El-Kaida-Kämpfern

Bei Gefechten zwischen rivalisierenden Kriegsherren im Norden Afghanistans sind vier Menschen getötet und zehn weitere verletzt worden. Die Truppen Mohammeds und des Usbeken-Generals Abdul Raschid Dostum hatten sich am Samstag in der Stadt Mazar-i-Sharif Gefechte geliefert. Am Sonntag sei es zunächst ruhig geblieben, die Gefechte könnten aber wieder beginnen. Indessen haben sich laut Zeitungsmeldungen unter den El-Kaida-Terroristen bis zu 100 Franzosen befunden.
Bei den Kämpfen handelte es sich um den zweiten Zusammenstoß von Truppen Dostums mit tadschikischen Kämpfern binnen zwei Wochen. Zuletzt hatte sich Dostum, Vizeverteidigungsminister der afghanischen Interimsregierung, in der Region Kundus Gefechte mit Truppen des ehemaligen Präsidenten Burhanuddin Rabbani geliefert. Dabei waren elf Menschen getötet worden.
Bis 100 Franzosen unter El-Kaida-Kämpfern
Bis zu hundert Franzosen sollen sich auf Seiten des mutmaßlichen Terrornetzwerks El Kaida befunden haben und derzeit nach einem Fluchtweg aus Afghanistan suchen. Das berichtete die Pariser Sonntagszeitung "Le Journal du Dimanche" unter Berufung auf einen französischen Geheimdienstmitarbeiter. "Die versuchen jetzt alles, um da rauszukommen", sagte der Geheimdienstler.
Die französische Regierung setzt sich dafür ein, dass Franzosen nicht vor US-Militärgerichte gestellt werden. In der "furchtbaren gegenwärtigen Atmosphäre" sei ein Prozess in Frankreich vorzuziehen, sagte die Justizministerin Marylise Lebranchu der Zeitung "Le Parisien" (Sonntagsausgabe).
Über die Zahl der Franzosen bei El Kaida gab es in den vergangenen Wochen widersprüchliche Informationen. Derzeit werden nach offiziellen Pariser Angaben zwei Franzosen auf dem US-Stützpunkt Guantanamo festgehalten - der 21-jährige Murad Benchellali und der 34-jährige Barhim Yadel. Die beiden Gefangenen entstammen algerischen Familien.
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