NATO gegen "unnötige" US-Beschränkungen

NATO-Generalsekretär George Robertson hat die USA aufgefordert, die technische Zusammenarbeit mit den europäischen NATO-Staaten zu verbessern. Nur so könne der Ausrüstungs-Rückstand der europäischen Armeen aufgeholt werden. Andernfalls würde die praktische Zusammenarbeit in der NATO unmöglich werden, warnte er.
Diese Aufforderung sprach Robertson im Rahmen der Sicherheitskonferenz in München aus. Die USA müssten "unnötige Beschränkungen von Technologie-Transfer und Industrie-Kooperation" ausräumen. Wenn sich die USA verweigerten, werde die praktische Zusammenarbeit in der NATO unmöglich, warnte Robertson. "Washington könnte dann vor der Wahl stehen: allein zu handeln oder gar nicht zu handeln."
Europa ärgert sich über US-Kritik an Rüstungsstand
Der NATO-Generalsekretär reagierte damit auf wachsende Kritik der USA an der unzureichenden Ausstattung der europäischen Armeen und zu geringen Ausgaben für Verteidigung. Die "Ausrüstungs-Lücke" war bereits am Vortag auf der Münchner Konferenz mehrfach von US-Vertretern beklagt worden.
Regierungen sollen mehr in Militär investieren
Robertson richtete zugleich zum wiederholten Male die Aufforderung an die europäischen Bündnis-Partner, ihre militärischen Fähigkeiten zu verbessern und dafür auch mehr Geld in den Haushalten bereitzustellen. Der zweite und letzte Tag der Konferenz in München war dem Thema "Globale Sicherheit" gewidmet.
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