Sonntag, 3. Februar 2002

5,1 Millionen Euro auf vier Konten

Laut italienischen Behörden sollen im Skandal um den schwungvollen Handel mit ausgeschlachteten Flugzeugersatzteilen zumindest 5,1 Millionen Euro (rund 70 Millionen Schilling) Schmiergeld über vier Bankkonten in Wien abgewickelt worden sein. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe.

Laut FORMAT stießen die italienischen Ermittler nach einer Großrazzia auf Unterlagen, wonach die Familie des in Rom unter Hausarrest stehenden Chefs des Flugzeugteilehandelsunternehmens Panaviation, Enzo Fregonese, in Wien vier Bankkonten eingerichtet hat, über die Schmiergelder geflossen sind. So sollen allein über ein Panaviation-Konto bei einer Filliale der Erste Bank AG an der Wiener Ringstraße in den vergangenen fünf Jahren rund 3,5 Millionen Euro an aufklärungsbedürftigen Zahlungen getätigt worden sein. Die Erste Bank wollte die Causa gegenüber FORMAT unter Berufung auf das Bankgeheimnis nicht kommentieren.

Panaviation-Chef Enzo Fregonese weist alle von den Ermittlern erhobenen Vorwürfe zurück. FORMAT zitiert die von der Familie angeheuerte, renommierte römische Strafverteidigerin Grazia Volo mit den Worten: "Die konkreten Vorwürfe betreffen bisher nur 30 angeblich falsche Prüfzertifikate, und auch das muß erst bewiesen werden." Die Existenz der vier Bankkonten in Wien erklärt die Anwältin so: "Frau Fregonese ist Österreicherin, hat eine Wohnung in Wien und besitzt einige Bankkonten, über die sie ganz normale Geschäfte abwickelt."

Die ausführliche Story lesen Sie in neuen FORMAT!

3.2.2002 08:23