Weitere Razzien im Gaza-Streifen

Wenige Stunden nach der eintägigen Besetzung dreier palästinensischer Orte im Gaza-Streifen ist die israelische Armee am Donnerstagmorgen erneut in die Stadt Dir el Balah eingedrungen. Panzer bezogen vorübergehend Positionen in den Straßen, nachdem kurz zuvor aus dem Gebiet Mörsergranaten auf eine jüdische Siedlung abgefeuert worden waren.
Die Einheiten zogen sich nach Angaben des israelischen Rundfunks anschließend wieder zurück.
Bei der Besetzung der drei Kleinstädte Dir el Balah, Beit Lahia und Beit Hanun waren am Mittwoch sechs Palästinenser getötet worden. Die Armee nahm nach eigenen Angaben 18 Männer fest, die unter anderem für den Abschuss von zwei Kassam-2-Kurzstreckenraketen am vergangenen Sonntag verantwortlich gemacht werden. Die Raketen waren erstmals auf israelischem Gebiet gelandet.
Die israelische Armee hat am Mittwoch ausländische Journalisten und Diplomaten am Besuch des Gaza-Streifens gehindert. Am Grenzübergang Erez wurden Dutzende von Korrespondenten zurückgewiesen, die zur Berichterstattung in das Palästinensergebiet fahren wollten.
Diplomaten, die von der palästinensischen Führung eingeladen worden waren, mit eigenen Augen die von israelischen Kampfflugzeugen am Montag verursachten Zerstörungen in der Stadt Gaza in Augenschein zu nehmen, wurden nach palästinensischen Angaben ebenfalls am Betreten des Gebiets gehindert. Erst nach Protesten der ausländischen Medien wurde einer Handvoll Korrespondenten die Einreise erlaubt.
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