Kriegsherren liefern sich Gefechte in Ostafghanistan

Der Chef der afghanischen Übergangsregierung, Hamid Karsai, hat die Vereinten Nationen um Verlängerung des Mandats für die internationale Schutztruppe in seinem Land gebeten. Fast zeitgleich lieferten ihm verfeindete Kriegsherren mit Gefechten in Ostafghanistan gleich die Begründung für Karsais Bitte.
Karsai appellierte bei einem Besuch des UNO-Hauptquartiers in New York an den Weltsicherheitsrat, das bisher auf sechs Monate begrenzte Mandat auszuweiten. Dies sei erforderlich, um die Sicherheit und den Schutz des Wiederaufbaus zu gewährleisten, sagte Karsai.
Er dankte zugleich für die Unterstützung durch die internationale Gemeinschaft. Die UNO hätte großen Anteil an der erfolgreichen Afghanistan-Konferenz auf dem Petersberg bei Bonn. Damit seien die Grundlagen für die künftige friedliche Entwicklung Afghanistans gelegt worden.
Rivalisierende Kriegsherren liefern sich Gefechte in Ostafghanistan
Rivalisierende Kriegsherren haben sich im Osten Afghanistans unter dessen heftige Gefechte geliefert. Wie Augenzeugen am Mittwoch berichteten, zwang das Mörser- und Raketenfeuer hunderte Einwohner der umkämpften Stadt Gardes in der Provinz Paktia zur Flucht. Anlass der Gefechte sei eine Fehde zwischen zwei paschtunischen Kriegsherren. Den Angaben zufolge kreisten US-Kriegsflugzeuge am Mittwoch über dem Kampfgebiet.
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