Dienstag, 29. Jänner 2002

Soldaten erschossen 14 unbewaffnete Katholiken

Am Mittwoch jährt sich der nordirische "Bloody Sunday" zum 30. Mal: Der 30. Januar 1972 markierte einen Wendepunkt in der Geschichte des Nordirlandkonflikts. Damals erschossen britische Truppen bei einer Demonstration im nordirischen Derry 14 unbewaffnete Katholiken und verletzten 17 weitere.

Danach erhielt die Irisch-Republikanische Armee (IRA), die für die Unabhängigkeit von Großbritannien kämpft, regen Zulauf.

Angehörige der Opfer des "Bloody Sunday" fordern bis heute von der britischen Regierung Gerechtigkeit, denn die Umstände der Ereignisse sind noch immer ungeklärt. Eine 1998 von Premierminister Tony Blair eingesetzte Untersuchungskommission soll bis 2004 eine vollständige Aufklärung liefern.

29.1.2002 22:16