Regierung durch Korruptionsaffären belastet

Der südkoreanische Präsident Kim Dae-Jung hat heute seine Regierung umgebildet. Acht Minister seiner durch Korruptionsaffären belasteten Regierung wurdenentlassen. Kim ernannte nach Angaben des Präsidialamtes neue Chefs für die Ressorts Vereinigung, Justiz, Erziehung, Information, Handel, Arbeit, Gesundheit und Wissenschaft.
Der entlassene Vereinigungsminister Hong Soon-Young hatte erst im September sein Amt angetreten. Für die Aussöhnungspolitik mit Nordkorea soll künftig der 57-jährige Jeong Se-Hyun zuständig sein. Auch die meisten seiner Berater wechselte Kim aus. Mit Park Sun-Sook ernannte er zum ersten Mal eine Frau zur Präsidentensprecherin.
In den vergangenen Tagen hatten sich die Hinweise auf eine Kabinettsumbildung in Südkorea verdichtet. Bei den Ermittlungen in mehreren Korruptionsfällen gerieten auch führende Politiker ins Visier. Die Amtszeit des Friedensnobelpreisträgers Kim, der sich nach seiner Wahl zum Präsidenten 1998 den Kampf gegen die Bestechlichkeit auf die Fahnen geschrieben hatte, dauert noch bis Ende des Jahres.
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