Samstag, 26. Jänner 2002

Die Börsenflaute drückt auf die Pensionen

Wegen der Börsenflaute senken viele Versicherungen die Renditen auf fünf Prozent, die Gewinnbeteiligung fällt entsprechend geringer aus. Und die Auswirkungen der flauen Börsen betreffen alle. Auch die oft verwöhnten Fondspolizzen.

Echte Börsenzocker lebten im vergangenen Jahr gefährlich. Wer auf das falsche Pferd gesetzt hatte, konnte im Handumdrehen ein Drittel seines Vermögens vernichten. Doch die Nachbeben des Kurssturzes treffen ebenso konservative Anleger – wenn auch stark gedämpft. Es gibt nämlich eine ganze Reihe von Sparformen, die durch einen kleinen Aktienanteil ebenfalls von der Talfahrt der Börsen betroffen sind.

Alle sind betroffen
Die Auswirkungen der Kurseinbrüche treffen praktisch jede Vorsorgevariante, ganz gleich, ob man eine klassische Er- und Ablebensversicherung oder eine Fondspolizze abgeschlossen hat oder Kunde einer Pensionskasse ist. So erfahren in diesen Tagen Tausende Rentner von der Kürzung ihrer Betriebspension. Und ganz gleich, wie sich die Börsen entwickeln – eines ist sicher: Die staatliche Sozialversicherungspension reicht im Alter nur für sehr bescheidene Ansprüche.

Fondspolizzen unter Druck
Wie schnell sich das Blatt wenden kann, zeigen die Veranlagungsergebnisse der fondsgebundenen Lebensversicherungen. So erzielte der aktienorientierte Fondsmix der Uniqa-Tochter MLP im Jahr 1999 einen stattlichen Ertrag von plus 63 Prozent, im vergangenen Jahr gingen dafür 13,6 Prozent verloren – ein Wechselbad der Gefühle für die Kunden.

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26.1.2002 16:20