Samstag, 26. Jänner 2002

Rückruf von weiteren 65.000 Mercedes C-Klasse

Der US-Autokonzern General Motors (GM) hat in den USA wegen Brems- und Warnlichtproblemen eine groß angelegte Rückrufaktion für 546 000 Geländewagen angekündigt. Betroffen sind die Modelle Chevrolet Blazer, GMC Jimmy und Oldsmobile Bravada der Modelljahre 2000/2001. Dies hat der weltgrößte Autokonzern am Freitag mitgeteilt.

Die Bremslichter an diesen Fahrzeugen leuchten teilweise nicht auf, wenn die Bremse betätigt wird. Die Warnlichter gehen teilweise nicht an, wenn der Warnlichtschalter gedrückt wird. Das Problem ist auf einen offenen Schaltkreis in einem Schalter in der Steuersäule zurückzuführen. Es habe bisher zwei Unfälle ohne Verletzungen gegeben, erklärte General Motors. Die Autos seien zwischen September 1999 und August 2001 gebaut worden.

Für die defekten Rücklichter an den Jeeps testet General Motors zur Zeit Ersatzteile. Sie sollten nach Beendigung der Tests produziert und an die Autohändler geschickt werden. Gleichzeitig werde man die Autobesitzer informieren, dass die vom Rückruf betroffenen Fahrzeuge von den Händlern inspiziert und bei Bedarf kostenlos repariert würden, so GM.

Bei der amerikanischen Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) läuft inzwischen außerdem eine Untersuchung des Rückenlehnen-Mechanismus bei Blazer-, Chevrolet Tahoe- und GMC Yukon-Geländewagenmodellen. Die Untersuchung beziehe sich auf 194 513 Fahrzeuge der Modelljahre 1992 bis 1995, berichtete die amerikanische Wirtschaftsnachrichtenagentur "Bloomberg". Die Behörde hatte 92 Beschwerden erhalten und verwies auf neun Verletzungen.

Probleme gibt es aber auch bei Daimler Chrysler. Der Autokonzern kündigte an, in den USA rund 65.000 Fahrzeuge der Mercedes C-Klasse zurückzurufen, da es fünf Beschwerden über explodierende Batterien gegeben habe. Dabei sei ein Mensch verletzt worden.

26.1.2002 11:19