Jüngste Gesprächsrunde war positiv

Russland hat von Fortschritten bei den Verhandlungen über eine Aufnahme in die WTO berichtet. Der stellvertretende Handelsminister Maxim Medwedkow sagte nach der jüngsten Gesprächsrunde mit Vertretern der WTO in Genf, es bleibe zwar noch viel zu tun. Die russischen Gesetze müssten den WTO-Regeln noch angepasst werden.
Vor einer Aufnahme in die Welthandelsorganisation muss Russland 70 bis 80 Gesetze ändern oder aufheben und noch Vereinbarungen mit einzelnen WTO-Mitgliedsländern treffen. Eines der größten Probleme bei den Verhandlungen sind die russischen Subventionen für Agrarprodukte, die für den Export bestimmt sind. Moskau argumentiert, die Subventionen seien wegen der weiten Transportwege aus entlegenen Teilen des Landes notwendig, um international konkurrenzfähig zu sein.
Nach China, das im Dezember nach 15-jährigen Verhandlungen in die WTO aufgenommen wurde, ist Russland das wichtigste Land, das noch nicht der Welthandelsorganisation angehört. Russland hatte im Juni 1993 die Aufnahme in die WTO beantragt. Der WTO gehören mittlerweile 144 Staaten an.

