Für 80% ist Wirtschaftssituation ein Thema

Die Auswirkungen der schlechten Wirtschaftslage sind für die meisten Österreicher in der einen oder anderen Weise zu spüren. Die Mehrheit ist der Ansicht, dass eine Erholung nicht ohne "staatliche Hilfe" möglich sein wird. Dies geht aus einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungs-Instituts "Market" hervor.
Ebenfalls jeder Zweite hält die derzeitigen Konjunkturprobleme für eine Folge der "internationalen Entwicklung".
59% glauben an Wirkung staatlicher Maßnahmen
"Market" befragte Mitte Jänner einen repräsentativen Querschnitt von 400 Österreicherinnen und Österreichern über 18 Jahre. Es wurde die Frage gestellt, ob man für einen neuen wirtschaftlichen Aufschwung staatliche Maßnahmen wie Investitionen, Arbeitsstiftungen, Förderprogramme und so weiter benötige. 59 Prozent bejahten dies, 26 Prozent sagten "nein", der Rest wusste es nicht. Wobei sich sowohl die SPÖ- als auch die ÖVP-Wähler in überdurchschnittlichem Maß für staatliche Hilfen zur Konjunkturerholung aussprachen, die FPÖ- und die Grün-Wähler waren vergleichsweise weniger für solche Maßnahmen.
Für die Hälfte liegt die Ursache in der internationalen Entwicklung
52 Prozent der Befragten meinten weiters, die derzeit schwierigere Wirtschaftslage sei auf die "internationale Entwicklung" zurück zu führen, 27 Prozent halten sie hingegen für "hausgemacht", der Rest konnte es nicht beurteilen. Vor allem die Sympathisanten der Grünen vertraten überdurchschnittlich die Auffassung, dass die Konjunkturprobleme österreichischer Eigenbau seien, deutlich unter dem Durchschnitt blieben die ÖVP-Sympathisanten in dieser Frage. Der Anteil der SPÖ- und der FPÖ-Sympathisanten, die von einer hausgemachten Konjunkturflaute sprachen, lag im Bereich des gesamtösterreichischen Schnitts.
Eine Thema ist für Frau und Herrn Österreicher die Wirtschaftslage auf jeden Fall: Rund 80 Prozent sagten, am Arbeitsplatz oder im Bekanntenkreis mehr oder minder häufig über die Konjunktursituation zu reden.

