Bürgerkrieg stoppt Öl-Suche

Die OMV, die im Rahmen eines Konsortiums im Bürgerkriegsland südlichen Sudan engagiert ist, hat zusammen mit ihren schwedischen, malaysischen und sudanesischen Partnern vorläufig ihre Probebohrungen gestoppt. Ausschlaggebend waren Sicherheitsgründe.
Das bestätigte das österreichische Unternehmen am Mittwoch. In einer Aussendung am Dienstag hatte der Konsortialführer der Gruppe, die schwedisch-kanadische Lundin Oil, die Einstellung der Aktivitäten mit einer Verschlechterung der Sicherheitssituation begründet: "Unsere erste Priorität muss die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Angestellten und der Beschäftigten unserer Kontraktfirmen sein".
Bohrungen gehen weiter, wenn Waffen schweigen
Nach einem lokal begrenzten Waffenstillstandsabkommen zwischen der sudanesischen Regierung und der Rebellenorganisation SPLA hoffe man darauf, dass sich die Waffenruhe auch auf das Gebiet des so genannten Explorationsblocks 5A ausdehnen werde, hieß es. "Die Bohrungen und seismischen Messungen werden so bald es die Umstände erlauben, wieder aufgenommen", wird in der Presseaussendung versichert. Die OMV hat nach eigenen Angaben kein Personal im Sudan stationiert.
Die schwedische Lundin Oil hält 40,4 Prozent, die OMV 26,1, die malaysische Petronas 28,5 Prozent an dem Konsortium. Die sudanesische Sudapet verfügt über 5 Prozent an dem Projekt.

