Dienstag, 22. Jänner 2002

In Deutschland warten die Gläubigen

Kim "Kimble" Schmitz galt lange als der New-Economy-Gewinner schlechthin. Einkünfte in DM-Milliarden und gute Verbindungen zu Deutschlands Wirtschaftsgrößen bescherten ihm ein umtriebiges Leben in Saus und Braus. Doch nun kam der endgültige Absturz aus dem Großverdiener-Himmel. Nach einer spektakulären Flucht vor Gläubige und Halbwelt-Geldeintreibern wurde er verhaftet uns itzt nun in U-Haft. Die Anklage lautet Aktien-Insider-Handel. Am Münchner Flughafen klickten für Kimble die Handschellen.

Nach seiner Auslieferung von Thailand nach Deutschland sitzt der Computer-Experte und mutmaßliche Börsen- Betrüger Kim Schmitz seit Dienstag in München in Untersuchungshaft. Der 28-Jährige wurde am Morgen vom Flughafen direkt in das Gefängnis München-Stadelheim gebracht. Er soll durch betrügerischen Insider- Handel mit Aktien des niederländischen Internet-Unternehmens Letsbuyit.com einen Gewinn von mehr als 1,1 Mill. Euro (15,1 Mill. S) eingestrichen haben.

Der Vorwurf: Betrügerischer Insider-Handel
Der 28-Jährige soll durch betrügerischen Insider-Handel mit Aktien des Internet-Unternehmens Letsbuyit.com einen Gewinn von mehr als 1,1 Mill. Euro (15,1 Mill. S) eingestrichen haben. Er war vor den deutschen Behörden am 11. Jänner nach Bangkok geflohen. Dort wurde er am vergangenen Freitag auf Begehren der deutschen Botschaft hin von der thailändischen Polizei in einem Luxushotel festgenommen. Am Montagabend (Ortszeit) war er von Bangkok nach Frankfurt am Main gebracht und von dort Dienstagfrüh in die bayerische Landeshauptstadt geflogen worden.

Schmitz wird vorgeworfen, unter Ausnutzung von Insider-Wissen mit Aktien des Internet-Unternehmens Letsbuyit.com gehandelt und so einen betrügerischen Gewinn von mehr als 1,1 Mill. Euro (15,1 Mill. S) eingestrichen zu haben.

Der ehemalige Computerhacker war vor den deutschen Behörden am 11. Jänner nach Bangkok geflohen. Dort wurde er am vergangenen Freitag auf das Begehren der deutschen Botschaft hin von der thailändischen Polizei festgenommen. In Interviews hat Schmitz die Vorwürfe gegen ihn zurückgewiesen.

Schmitz gilt als schillernde Figur im Internet-Business. Er war als Hacker in München bekannt geworden und hatte seine Kenntnisse über Sicherheitslücken später an Firmen verkauft. Mit diesen Computergeschäften und mit Aktienhandel verdiente er Millionen; mittlerweile soll Schmitz allerdings bankrott sein.

22.1.2002 10:28