Lockheed-Martin überreichte Angebot für F-16-Jäger

Die US-Regierung hat im Rennen um die Draken-Nachfolge ihre Unterstützung für einen Ankauf der F-16 des US-Konzerns Lockheed Martin bekräftigt. Das Angebot ist am Dienstag von Leutnant General Tome H. Walters, dem Direktor der für den weltweiten Verkauf von amerikanischer Rüstung verantwortlichen "Defense Security Cooperation Agency", im Verteidigungsministerium in Wien übergeben worden.
US-Botschafter Lyons Brown betonte bei einem Empfang am Montagabend darauf, dass bei einem F-16-Kauf die US-Regierung selbst Partner Österreichs würde.
Am Mittwoch endet um 12 Uhr die Ausschreibungsfrist des Verteidgungsministeriums für die Draken-Nachfolge. Angebote für 24 Stück einsitzige Jets und eine Option auf sechs Zweisitzer erwartet werden auch für den Gripen (Schweden, Großbritannien) und den Eurofighter "Typhoon" eines deutsch-britisch-italienisch-spanischen Konsortiums. Das F-16-Angebot wird dank der US-Regulative von Regierungsseite gemacht.
Nach der Übergabe des Angebots hat sich Walters in Wien der Presse gestellt. Auf Details wollte er unter Hinweis auf die noch laufende Frist nicht eingehen. Mit dem Angebot würden aber alle von Österreich geforderten Punkte, etwa die Übergangslösung für die Zeit zwischen dem Auslaufen der Draken und der Lieferung der neuen Jets, sowie die Vorstellungen bezüglich der Gegengeschäfte erfüllt. Auch würde den österreichischen Preisvorstellungen - genannt wurden seitens des Ministeriums 1,82 Milliarden Euro (25 Mrd. Schilling) - entsprochen.
Das Interesse der USA an dem mengenmäßig relativ kleinen Deal begründete Walters politisch. Die USA anerkennen die Reaktion Österreichs nach dem 11. September, so der General. Auch hätten die USA gelernt, dass die Welt immer kleiner werde und Sicherheit nicht mehr nur individuell garantiert werden könne: "Das F-16-Programm ist eine Möglichkeit, die Beziehungen zu Österreich auszubauen."

