Austrian Airlines hatten kaum Passagier-Rückgang

Die Austrian Airlines Group hat das von Terrorangst beherrschte Flugjahr 2001 weit besser als erwartet überstanden. Die Zahl der beförderten Passagiere sank gegenüber 2000 nur geringfügig um 0,1 Prozent auf 8,548 Millionen.
Dabei brach freilich das Chartergeschäft um 12,8 Prozent auf 1,373 Millionen ein, während bei Linienflügen mit 7,175 Mill. Passagieren sogar ein Plus von 2,8 Prozent erzielt wurde.
In dem am Ende von den Auswirkungen der Terroranschläge vom 11. September geprägten 3. Quartal 2001 ging das Passagieraufkommen in der gesamten Austrian Airlines Group - aus Austrian Airlines (AUA), Tyrolean Airways, Lauda Air und Rheintalflug - gegenüber der gleichen Periode des Vorjahres um 6,7 Prozent auf 1,813 Mill. zurück. Dabei wurde im Chartergeschäft ein Rückgang um 20,3 Prozent auf 166.000 und bei Linienflügen ein Minus von 5,1 Prozent auf 1,646 Mill. verzeichnet.
Stärkeres Minus bei der Auslastung
Ein stärkeres Minus als bei den Passagierzahlen musste die AUA Group 2001 bei den Passagier-Auslastungsfaktoren hinnehmen. Die ausgelasteten Passagier-Kilometer (RPK) sanken 2001 um 5,2 Prozent auf 16,917 Millionen, und der Passagierfaktor ging um 0,4 Prozentpunkte auf 70,2 Prozent zurück. Die ausgelasteten Tonnen-Kilometer (RTK) reduzierten sich um 6,8 Prozent auf 2,084 Mill. und der Gewichtsladefaktor um 1,6 Prozentpunkte auf 64,3 Prozent.
Im 4. Quartal (von Oktober bis Dezember) sank die Zahl der ausgelasteten Passagier-Kilometer im Vorjahrsvergleich um 18,5 Prozent auf 3,316 Millionen, im letzten Berichtsmonat Dezember um 15,1 Prozent auf 1,036 Millionen. Der Passagierfaktor sank zwar im gesamten 4. Quartal um 5,3 Prozentpunkte auf 62,8 Prozent, erhöhte sich im Dezember jedoch im Jahresabstand um 2,0 Prozentpunkte auf 61,3 Prozent.
Besonders negative Auswirkungen gab es, so die AUA, nach dem 11. September auf den Verkehr von und nach Westeuropa bzw. nach Nordamerika und den Nahen Osten, während die Osteuropa-Destinationen kräftig zulegen konnten. Die Passagierzahl nach Westeuropa sei um 7,2 Prozent gesunken, nach Nordamerika um 2,9 Prozent und in den Nahen Osten um 3,6 Prozent. Dagegen habe der Bereich Osteuropa eine überdurchschnittliche Zuwachsrate von 11,6 Prozent gezeigt.
Kräftiges Minus bei Frachten
Kräftig fiel der Rückgang bei der im 4. Quartal transportierten Fracht aus. Die ausgelasteten Tonnen-Kilometer lagen mit 419,9 Millionen um 19,2 Prozent unter dem Vorjahrswert, wobei der Gewichtsladefaktor um 5,0 Prozentpunkte auf 59,7 Prozent sank. Im Dezember verringerte sich zwar die Tonnen-km-Auslastung um 14,8 Prozent auf 129,4 Mill., dafür legte der Ladefaktor um 2,0 Prozentpunkte auf 61,3 Prozent zu.

