Freitag, 25. Jänner 2002

Denifl als sechster Mann für ÖSV-Kader vorgeschlagen

Der Österreichische Skiverband wird Willi Denifl als sechsten Mann im Team der Nordischen Kombinierer für die Olympischen Winterspiele vorschlagen. Damit reist - vorbehaltlich der Zustimmung des Olympischen Komitees (ÖOC) - etwas überraschend Denifl und nicht der ebenfalls verletzt gewesene David Kreiner nach Salt Lake City.

Denifl, der zu Saisonbeginn im Weltcup unter den Top Ten platziert war, hatte sich im Dezember in Zakopane bei einem Sturz eine Bänderverletzung im Knie zugezogen und sechs Wochen pausieren müssen. "Im Springen klappt es jetzt wieder sehr gut, aber im Laufen ist noch einiges zu tun", sagte Trainer Günther Chromecek nach dem Trainingslager in St.Moritz. Denifl würde bei Olympia die Rolle des Ersatzmannes zufallen.

Diesen Part hat Kreiner bei Großereignissen schon zwei Mal gespielt, ein drittes Mal wollte er nicht nur Zuschauer sein. Er habe erkennen müssen, dass er nach seinen Wirbelbrüchen von der Weltelite doch noch ein schönes Stück entfernt sei, sagte der 20-jährige Tiroler.

Für Kreiner gibt es damit kein "Happy End" - ein Olympia-Start war für den Vize-Weltmeister 2001 (Teambewerb) nach seinem Kletterunfall stets Ansporn auf dem harten Weg zurück gewesen. Nun setzt sich der Junioren-Weltmeister neue Ziele, in der kommenden WM-Saison 2002/03 will er zu einer fixen Größe im Team werden.

25.1.2002 14:24