Vorwurf: Organisierte Kriminalität

Kurz vor dem chinesischen Neujahrsfest sind in China 16 Menschen wegen organisierter Kriminalität hingerichtet worden. Die Mitglieder der mafia-ähnlichen Bande seien bei einer öffentlichen Kundgebung in Xuchang in der Provinz Henan verurteilt und anschließend exekutiert worden, berichtete die Polizeizeitung "Renmin Gong'an Bao" am Freitag.
Demnach rekrutierte der Bandenchef seit 1993 frühere Häftlinge aus Arbeitslagern für seine Gruppe, die in Xuchang Schutzgelder von Geschäftsmännern, Händlern und Bauunternehmern erpresste. Auch Justizbeamte hätten sich bestechen lassen.
In China werden jedes Jahr besonders viele Menschen vor dem chinesischen Neujahrsfest hingerichtet, das in diesem Jahr auf den 12. Februar fällt. Dadurch soll der Bevölkerung während der Feiertage ein Gefühl von Sicherheit vermittelt werden.
Seit die chinesischen Behörden eine Kampagne zur Verbrechensbekämpfung starteten, wurde nach Angaben westlicher Diplomaten allein zwischen April und Juli 2000 Mal die Todesstrafe vollstreckt. Der Menschenrechtsorganisation amnesty international zufolge wurden während der Kampagne in China mehr Menschen hingerichtet als im Rest der Welt während der vergangenen drei Jahre. Die chinesischen Behörden veröffentlichen keine Zahlen zu den Hinrichtungen.
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