Fünf weitere Zeugen beantragt

Zwei Monate nach der ersten Verhandlung rund um das Bergisel-Unglück, bei dem im Dezember 1999 bei einer Snowboard-Veranstaltung fünf junge Frauen erdrückt worden sind, wurde heute am Innsbrucker Landesgericht der Prozess gegen den Chef der damals zuständigen Security-Firma fortgesetzt - und gleich wieder auf unbestimmte Zeit vertagt. Es sei noch die Einvernahme von mindestens fünf weiteren Zeugen sowie von zwei Sachverständigen beantragt worden, erklärte Staatsanwalt Rudolf Koll.
Zur Einbringung weiterer Beweise war die Gerichtsverhandlung gegen Gerald Falger (43), dem "fahrlässige Gemeingefährdung" angelastet wird, bereits im November 2001 vertagt worden.
Falger hatte sich damals vor dem Einzelrichter Peter Friedrich als "nicht schuldig" bekannt. Von Staatsanwalt Rudolf Koll wurde ihm unter anderem die "Fehleinschätzung des Veranstaltungsverlaufes" angelastet. Dem hielt Verteidiger Hansjörg Mader entgegen, keiner der befragten Zeugen habe damit gerechnet, dass an der Unglücksstelle "etwas passieren" könnte. Zu der Tragödie war es am 4. Dezember 1999 im Anschluss an das Spektakel "Air & Style" nahe des westlichen Stadionausganges gekommen. Dem Angeklagten drohen bei einem Schuldspruch bis zu drei Jahre Haft.
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