Donnerstag, 24. Jänner 2002

Heute Pressekonferenz des Rechtsanwalts

Im Fall des im Zuge seiner Abschiebung getöteten Nigerianers Marcus Omofuma gibt es eine erste Entscheidung eines österreichischen Senats. Nach Angaben des Rechtsanwalts der Hinterbliebenen Omofumas, Georg Zanger, hat der Unabhängige Verwaltungssenat (UVS) jetzt festgestellt, das Vorgehen der begleitenden Fremdenpolizisten sei "rechtswidrig" gewesen. Heute findet in der Kanzlei Georg Zangers in der Wiener City eine Pressekonferenz zu dem Thema statt.

Marcus Omofuma war am 1. Mai 1999 im Zuge seiner Abschiebung auf dem Flug nach Sofia umgekommen. Die drei ihn begleitenden Fremdenpolizisten hatten ihm mit einem Klebeband den Mund verschlossen. Sie müssen sich am 4. März vor dem Landesgericht Korneuburg wegen Quälens eines Gefangenen mit Todesfolge verantworten. Das Delikt ist mit einem Strafrahmen von einem bis zu zehn Jahren Freiheitsentzug bedroht.

24.1.2002 20:20