Einsatz in deutscher Brigade

Die 60 österreichischen Soldaten für die internationale Afghanistan-Friedenstruppe ISAF (International Security Assistance Force) werden in den ersten Februartagen nach Kabul verlegt. Ein Datum dafür ist allerdings noch nicht fixiert, sagte Brigadier Christian Segur-Cabanac, der Leiter der Operationsabteilung im Verteidigungsministerium, am Donnerstag vor Journalisten. Mit verantwortlich dafür seien Probleme mit der Transportkapazität.
Die österreichischen Soldaten werden in der deutschen Brigade eingesetzt. Ihre Aufgabe wird unter anderem die Sicherung der Flughäfen in Kabul und Bagram, 50 Kilometer nördlich der afghanischen Hauptstadt, und der Verbindung zwischen den Flughäfen sein.
"Das Nadelöhr des ganzen Einsatzes ist die Verfügbarkeit von strategic airlift capacities", so Segur Cabanac. Auch gebe es Probleme mit den Flughäfen im Einsatzraum: "Die sind entweder nicht voll einsatzfähig oder zerstört." Teils seien die Rollbahnen zu kurz, um mit voller Ladung fliegen zu können, teils fehle es an Verladegerät.
Derzeit werden die österreichischen Soldaten jedenfalls in der Infanterie-Kampfschule in Hammelburg bei Würzburg gemeinsam mit Kameraden aus Deutschland und den Niederlanden auf ihren gemeinsamen Einsatz vorbereitet. Dazu gehört auch eine Ausbildung auf den Waffen der jeweils anderen Truppen, erläuterte Segur-Cabanac.
Die zu erwartenden Bedingungen umschrieb der Brigadier als "relativ soldatisch". "Die Situation vor Ort ist eher trist. Die Infrastruktur ist entweder nicht vorhanden oder zerstört." Ausrüstung, Nahrung und Infrastruktur, auch Trinkwasser, müssten zur Gänze in Afghanistan eingeflogen werden.
Die Bevölkerung verhalte sich den bisher bereits in Kabul eingetroffenen Kontingenten der ISAF "äußerst freundlich und zuvorkommend", so Segur-Cabanac. Die Sicherheitslage müsse aber dennoch als "angespannt" betrachtet werden. Für den Fall einer neuerlichen Eskalation sei vorgesorgt, betonte der Offizier.
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