Rotes Kreuz übernimmt Aufsicht

Der Iran wird von heute an 697 irakische Kriegsgefangene freilassen. Wie das irakische Aussenministerium mitteilte, soll die Freilassung unter Aufsicht des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) erfolgen.
In einem weiteren Schritt wollen Iran und Irak die sterblichen Überreste von 1220 Irakern und 574 Iranern austauschen, die in Kriegsgefangenenlagern seit dem Krieg 1980 bis 1988 starben. Die Einigung soll Vertrauen zwischen den beiden Staaten aufbauen, deren Beziehungen seit Ende des Krieges äußerst gespannt sind.
Einen Friedensvertrag gibt es bis heute nicht. Ein Haupthindernis auf dem Weg zu einer Normalisierung ist die Tolerierung bewaffneter Oppositionsgruppen aus dem jeweiligen Nachbarland sowie die Frage der Kriegsgefangenen.
Bagdad schätzt die Zahl der irakischen Gefangenen in Iran auf 29.000, die Zahl der Vermissten auf 60.000. Teheran weist diese Zahlen zurück. Während Irak angibt, keine iranischen Kriegsgefangenen mehr in Haft zu halten, schätzt Teheran ihre Zahl auf 3.206.
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