SPEZIAL: EIS-SKULPTUREN-WM 2002

·Ice Art WM
Die Kunstwerke der Sieger-Teams
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Die schönsten Skulpturen aus Eis
Mit dem Sieg von Frankreich vor Belgien und Österreich endete Samstag die 23. Weltmeisterschaften im Eiskunstschnitzen, die mit Graz erstmals einen europäischen Austragungsort hatten: Tausende Schaulustige aus dem In- und Ausland "erwärmten" sich an den Skulpturen, die den zuletzt herrschenden milden Temperaturen eine Woche lang tapfer getrotzt hatten.
Ein fein gegliedertes Meerjungfrauen-Motiv mit dem Titel "Sea-duction" (Verführung) brachte Michel Amann und Jean-Charles Lemoy den begehrten Titel unter den 16 Zweierteams aus aller Welt, die seit Mittwoch vor den täglichen Besuchermassen im Landhaushof kühlen Kopf bewahrt und ihre eisigen Kunstwerke gezaubert hatten. Mayumi Amano und Gunther Cornelis aus Belgien eroberten Silber mit einer Skulptur namens "Innocence", die eine Katze auf einen Fisch im Aquarium lauernde Katze zeigt. Bronze holte sich der Österreicher Gert J. Hödl mit seinem Partner Steve Brice für die "steirische Eiche", eine Figur des Bodybuilders Arnold Schwarzenegger mit dem Titel "Arnie". Letzterer geriet unter den Temperaturen arg ins "Schwitzen", respektlose Zuschauer sprachen gar von "Inkontinenz".
"Das warme Wetter hat uns schon zittern lassen, umso schöner ist es jetzt, dass alles gut gegangen ist und diese perfekten Kunstwerke gelungen sind", freute sich der Grazer Bürgermeister Alfred Stingl mit dem österreichischen Teamchef Gert J. Hödl, der das Eisfest nach Graz gelotst hatte. Hödl hat selbst bereits drei WM-Titel in der Tasche.
Vor der Preisverleihung zauberten Kevin Roscoe aus den USA - er war selbst Mitglied der Jury - und der Norweger Trond Granli in einer Performance binnen weniger Minuten aus Eisblöcken Motive, die vor allem Optimismus in einer angespannten Weltlage vermitteln sollten: Ein eisiger Jet zerstörte in Anspielung auf den schrecklichen Terroranschlag vom 11. September des Vorjahres in New York zwei Türme, doch zuletzt thronte ein Adler auf dem Friedenssymbol. Roscoe erläuterte danach die Kriterien bei der Kür der Champions: Man habe auf zehn Gesichtspunkte das Hauptaugenmerk gelegt, wobei die Qualität der Skulpturen und ihre Fähigkeit, bei den BetrachterInnen Emotionen zu wecken, die wichtigsten Punkte gewesen seien.
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