Donnerstag, 17. Jänner 2002

Porsche Holding Salzburg will hoch hinaus

Trotz negativem Markttrend will VW-, Audi-, Seat-, Skoda- und Porsche-Importeur den Umsatz um sieben Prozent auf 5,6 Millarden Euro steigern. "Bei einem rückläufigen Markt greifen die Konsumenten zu starken Marken". Die stärksten Zuwächse verzeichnet bisher Audi.

In Österreich wurden im abgelaufenen Jahr um rund 4,8 Prozent weniger Autos verkauft als 2000. Die von der Porsche Holding GesmbH importierten Marken VW, Audi, Seat, Skoda und Porsche konnten sich gegen den allgemeinen Trend behaupten und Marktanteile zulegen. Der im europäischen Autohandel tätige Porsche Holding Konzern steuert auf einen erfolgreichen Jahresabschluss zu. "Wir rechnen mit einer Umsatzsteigerung von sieben Prozent auf 5,6 Mrd. Euro (77,1 Mrd. S)". Das Geschäftsjahr der Porsche Holding endet mit 31. März.

Der Konzern konnte seinen Marktanteil in Österreich von 33,3 Prozent auf knapp 35 Prozent weiter steigern. Die stärksten Zuwächse verzeichnete dabei Audi mit einem Sprung von 4,9 Prozent im Jahr 2000 auf 5,6 Prozent. In Österreich hat der Konzern im vergangenen Jahr rund 107.000 Autos verkauft. Das Auslandgeschäft mitgerechnet waren es 237.000 Neuwagen.

Das eigentliche Wachstum der Porsche Holding geht aber nicht auf den Heimmarkt Österreich zurück. Das grosse Potenzial liegt nach wie vor in den osteuropäischen Ländern. Das Inlandsgeschäft kletterte mit einem Umsatz von 3,6 Mrd. Euro nur marginal über das Vorjahr. In Osteuropa konnte der Konzern dagegen um 24 Prozent auf rund 1,3 Mrd. Euro zulegen. Das Auslandsgeschäft - darunter fallen auch die Aktivitäten in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden - macht mittlerweile 36 Prozent des Gesamtumsatzes aus, erläutert Becker.

Wichtigster Markt: Osteuropa
Der grösste Markt in Osteuropa ist für die Porsche Holding Ungarn, am dynamischsten entwickelte sich Rumänien, wo man die Umsätze verdoppeln konnte. "In Osteuropa haben wir den Fuss am Gaspedal", erwartet Becker auch weiterhin zweistellige Zuwachsraten. Die Annäherung an die Europäische Union beschleunige in diesen Märkten die Nachfrage nach Mobilität.

Mit dem Wachstum im Automobilbereich einher geht auch der Zuwachs im Dienstleistungsbereich: Die Porsche Bank wird ihren Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2001/02 um vierzehn Prozent auf 458 Mill. Euro steigern.

In Österreich 4.800 Mitarbeiter
Die Porsche Holding GmbH beschäftigt derzeit rund 10.800 Mitarbeiter, darunter 4.800 Personen in Österreich. In diesem Jahr investiert der Konzern in den Ausbau des Salzburger Teilevertriebszentrums. Auch in Ungarn soll ein Umschlagzentrum für Ersatzteile entstehen, um die Versorgungslogistik in Osteuropa zu verbessern, kündigt Becker an.

17.1.2002 15:28