Maul- und Klauenseuche überwunden

Die Maul- und Klauenseuche (MKS) in der Europäischen Union, die mehr als vier Millionen Tiere das Leben gekostet hat, ist ausgemerzt. Das bestätigte ein Sprecher der EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel. Die endgültige Entscheidung über den weltweit geltenden Status "MKS-frei" muss nun vom internationalen Tierseuchenamt in Paris getroffen werden.
So können noch bestehende Einfuhrbeschränkungen durch Länder außerhalb der EU aufgehoben werden.
Veterinärausschuss gibt Entwarnung
Der Ständige EU-Veterinärausschuss gab Grünes Licht für die Beendigung der letzten Maßnahmen gegen Großbritannien. Dabei handelte es sich um das Ausfuhrverbot von Schweine- und Rindfleisch für die Grafschaft Northumberland. Der Export von lebenden Schafen und Ziegen bleibe jedoch zunächst verboten, ebenso wie die Ausfuhr lebender Rinder wegen der nach wie vor bestehenden BSE-Gefahr.
Unterdessen verständigte sich das Europäische Parlament in Straßburg darauf, einen MKS-Untersuchungsausschuss einzusetzen. Die Abgeordneten wollen der Ursache für die jüngste MKS-Krise auf den Grund gehen und die bisherige Seuchenpolitik der Union überprüfen.
Weit über 4 Millionen Tiere tot
Der Kampf gegen die für den Menschen ungefährliche Maul- und Klauenseuche hat europaweit seit ihrem Ausbruch im Februar 2001 weit mehr als vier Millionen Tiere das Leben gekostet. Die Kühe, Schweine, Schafe und Ziegen wurden im Zuge der Seuchenbekämpfung zum überwiegenden Teil in Großbritannien geschlachtete. Die Seuche war außerdem in den Niederlanden, in Frankreich sowie in Irland ausgebrochen. In diesen Ländern konnte sie jedoch durch restriktive Transportverbote und Schlachtungen rasch wieder ausgemerzt werden.

