Flughafen Wien: Geringe Einbußen durch Terror

Der Flughafen Wien hat 2001 nur einen minimalen Passagierrückgang verzeichnet. Trotz der Ereignisse vom 11. September hat das börsenotierte Wiener Airport-Unternehmen im vergangenen Jahr 11,85 Millionen Passagiere abgefertigt, das waren um 0,7 Prozent weniger als im Jahr davor.
Die Zahl der Transferpassagiere - jener Flugreisenden, die am Flughafen umsteigen - hat sich dabei mit 3,76 Millionen deutlich - und zwar um 12,2 Prozent - erhöht. Die Flugbewegungen waren mit 185.425 Starts und Ladungen um 0,6 Prozent rückläufig, meldete Flughafen Wien am Mittwoch.
Da der Anteil der Passagiere nach Nordamerika sowie in den Nahen und Mittleren Osten nur knapp 7 Prozent betragen habe, seien die Passagierrückgänge deutlich geringer als im europäischen Durchschnitt gewesen. Generell würden Geschäftsreisende nahezu gleich viel fliegen, wie vor dem 11. September.
Lediglich der touristische Verkehr sei stärker betroffen gewesen. Die Passagierzahlen im Charterverkehr seien um 20 Prozent, die Flugbewegungen dort um 10,3 Prozent zurückgegangen, sagte Flughafen-Vorstandssprecher Herbert Kaufmann. 2002 rechnet er auf Grund der anhaltenden Auswirkungen des 11. Septembers insgesamt mit 4 Prozent weniger Passagieren und 3 Prozent weniger Flugbewegungen.
Stärker rückläufig war im vergangenen Jahr - nach einem deutlichen Anstieg im Jahr 2000 - auch das Frachtvolumen. Konjunkturbedingt fiel es um 11,7 Prozent auf 159,5 Millionen Tonnen.

