Dienstag, 15. Jänner 2002

Endgültige Entscheidungen Prags Ende Februar

Ob, wann und in welcher Form die geplante Privatisierung des tschechischen Energiekonzerns CEZ und des AKW Temelin erfolgt, ist noch "völlig offen". Das sagt der stellvertretende tschechische Finanzminister Tomas Potmesil. Die Entscheidung fällt Ende Februar. Immerhin soll aber heute die Vorentscheidung für die Privatisierung des Telekom-Unternehmens Cesky Telecom fallen.

Heute werden die Weichen für den Verkauf des Telefonanbieters gestellt, die tatsächliche Entscheidung gibt es dann Ende Februar. Zum selben Zeitpunkt wird auch endgültig über das Schicksal von Temelin entschieden.

Denkbar ist im Fall der CEZ-Privatisierung auch eine Erleichterung der Privatisierungsbedingungen. Fix sein dürfte, dass die CEZ, die auch das umstrittene grenznahe Atomkraftwerk Temelin in Südböhmen betreibt, als Paket - mit Stromverteilunternehmen - verkauft werden soll. Derzeit gibt es im Kabinett mehrheitlich eine Stimmung gegen eine CEZ-Privatisierung.

Telekom-Unternehmen wird privatisiert
Heute fällt die Vorentscheidung für die weitere Privatisierung des tschechischen Telekom-Unternehmens Cesky Telecom geben, an der die Republik noch 51 Prozent hält. Das zuständige Steuerungskomitee will sich dazu offiziell äußern. Möglicherweise wird es eine Shortlist der besten Bieter geben. Laut Medienberichten haben fünf Bieter Angebote für Cesky Telecom abgegeben. Dazu gehören Deutsche Telekom und der französische Mobilfunkanbieter Orange, nicht aber die Telekom Austria.

Neben der staatlichen Beteiligung sind weitere 27 Prozent der Cesky Telecom in den Händen der niederländischen KPN und der Schweizer Swisscom. Cesky Telecom unterhält 4 Mill. Festnetzanschlüsse und ist mit 51 Prozent am führenden tschechischen Mobilfunkunternehmen Eurotel beteiligt. Früheren Angaben zufolge hat das Unternehmen einen Börsenwert von rund 3,4 Mrd. Dollar (3,81 Mrd. Euro/52,5 Mrd. S).

15.1.2002 16:14

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