European Hydro Power kann Funken sprühen lassen

Brüssel hat heute grünes Licht für die Wasserkraft-Ehe des deutschen Energiekonzerns E.ON und der österreichischen Verbundgesellschaft (Österreichische Elektrizitätswirtschaft AG) gegeben: Die EU-Kommission hat die Zusammenlegung der Wasserkraftwerke von Verbund und E.ON zur European Hydro Power (EHP) genehmigt
Das wurde am Dienstag in Brüssel mitgeteilt. Das Gemeinschaftsunternehmen wird selbst nicht im Markt tätig sein, sondern Strom für seine beiden Muttergesellschaften erzeugen, die ihn getrennt an Dritte weiterverkaufen werden.
Die EU-Kommission stellte fest, dass die Gründung der EHP keine Einschränkung des Wettbewerbs auf den österreichischen und deutschen Strommärkten bewirken werde. Die Markstellung der beiden Muttergesellschaften verändere sich durch die Wasserkraft-Ehe "nicht spürbar".
E.ON und Verbund hatten der EU-Kommission im November 2001 ihren Plan gemeldet, den überwiegenden Teil ihrer Wasserkraftwerke in EHP zusammenzulegen. Die EHP wird nach österreichischem Recht gegründet und selbst im Markt nicht tätig, sondern ihren gesamten aus Wasserkraft erzeugten Strom an die Mütter entsprechend ihrem jeweiligen Anteil am Gemeinschaftsunternehmen liefern.
Verbund: 63 %, E.ON: 37 %
Der Verbund wird an der EHP 63 Prozent halten, E.ON 37 Prozent. Sitz des Gemeinschaftsunternehmens wird Österreich sein. Das deutsche Bundeskartellamt hat das Joint-Venture ebenfalls bereits genehmigt. Nun ist noch die Entscheidung des österreichischen Kartellgerichts ausständig.
E.ON ist der zweitgrößte deutsche Energiekonzern, Verbund der größte österreichische Stromerzeuger.

