ÖHB-Team nicht wiederzuerkennen

Österreichs Handball-Nationalteam der Herren hat binnen vier Tagen die Wandlung von Dr. Jekyll zu Mr. Hide vollzogen. Hatte die ÖHB-Auswahl am Mittwoch in Lustenau in der WM-Qualifikation Finnland noch mit einer 30:20-Packung nach Hause geschickt, kassierte sie am Sonntag im Rückspiel in Helsinki eine 25:33-Schlappe. Es war die erste Niederlage im laufenden Bewerb. In den abschließenden beiden Partien benötigt die ÖHB-Truppe gegen Georgien wohl zwei Siege, um als Sieger der Gruppe 3 in die Playoff-Partien aufzusteigen.
Die Finnen präsentierten sich im Gegensatz zum Hinspiel wie verwandelt und nahmen bittere Revanche für das Debakel aus dem Hinspiel. Bereits nach wenigen Minuten führten die Hausherren 3:0, in der 13. Minute stand es bereits 9:3 für die Finnen, die vor allem in der ersten Hälfte von dubiosen Schiedsrichter-Entscheidungen begünstigt wurden. Zudem erwischte der im ersten Spiel überragende Torhüter Huemer diesmal keinen guten Tag.
Nach der Pause rafften sich die Österreicher auf und schafften es immerhin, den Zehn-Tore-Vorsprung aus dem Hinspiel über die Distanz zu retten. Trotzdem müssen gegen Georgien (erstes Spiel am Donnerstag in Traun) wohl zwei Siege her, geht man davon aus, dass die Finnen in ihren beiden letzten Spielen gegen die Niederlande siegreich bleiben.
WM-Qualifikation/Gruppe 3:
Finnland - Österreich 33:25 (18:10). Tore für Österreich: Szilagyi 8, Galic 5, Graf 4, Szlezak 4/4, Fölser 3, Varga 1
Niederlande - Georgien 24:22 (11:10)
Tabelle:
1. Österreich 4 2 1 1 105:99 5
2. Finnland 4 2 1 1 99:98 5
3. Niederlande 4 1 1 2 94:98 3
4. Georgien 4 1 1 2 91:94 3
