Freitag, 18. Jänner 2002

Künstlerische Darbietung machte Fehler wett

Alexej Jagudin setzte sich am Donnerstagabend zum dritten Mal die Krone eines Eiskunstlauf-Europameisters auf. In Abwesenheit seines russischen Landsmannes Jewgenij Pluschenko, der 2000 und 2001 gewonnen hatte und auch regierender Weltmeister ist, erwies sich der 21-Jährige wieder als die Nummer eins.

Eindeutig war die Vorherrschaft von Jagudin, der immerhin auch schon drei Mal der Weltbeste gewesen war, allerdings bei den Titelkämpfen in Lausanne nicht. Nachdem er zum Auftakt bei einem Dreifach-Toeloop gepatzt hatte, wurde es noch knapp, da Alexander Abt eine fehlerlose und ebenfalls hochklassige Kür bot, weshalb ihn auch einige Preisrichter als Sieger einstuften. Jagudin, der immerhin auch zwei vierfache Toeloops stand, brillierte aber vor allem mit seiner künstlerischen Darbietung, für die er auch sieben Mal die Note 5,9 erhielt. Damit hielt er doch seinen Landsmann Abt in Schach. Bronze gewann der Franzose Brian Joubert.

Endstand Herren nach der Kür:
1. Alexej Jagudin (RUS) 2,0 Punkte
2. Alexander Abt (RUS) 3,6
3. Brian Joubert (FRA) 8,6
4. Stephane Lambiel (SUI) 9,2
5. Frederic Dambier (FRA) 10,6
6. Ilja Klimkin (RUS) 11,2
7. Iwan Dinew (BUL) 11,6
8. Andrejs Vlascenko (GER) 12,0

18.1.2002 09:02