Sonntag, 20. Jänner 2002

US-Militär: Berichte über Absturz zurückgewiesen

Das US-Militär hat der Berichterstattung amerikanischer und britischer Medien über einen in Afghanistan verunglückten Hubschrauber widersprochen. Es sei kein Absturz, sondern eine Bruchlandung gewesen, sagte ein Militärsprecher am Sonntag.

Er bestätigte, dass dabei im Norden Afghanistans zwei US-Soldaten getötet und zwei schwer verletzt worden seien. Der Helikopter vom Typ CH-53E "Super Stallion" sei im Bergland bei Bagram niedergegangen, teilte das US-Militär mit. Die Ursache war zunächst nicht bekannt. An Bord der 26 Millionen Dollar (29,5 Mio. Euro/406 Mio. S) teuren Maschine befanden sich sieben Insassen.

Zunächst hatte es geheißen, der Helikopter sei in dem unwegsamen Gelände abgestürzt. Es war das zweite Unglück der US-Streitkräfte im Afghanistan-Krieg in diesem Jahr. Anfang Jänner waren sieben US-Marineinfanteristen ums Leben gekommen, als ihr Tankflugzeug in Südwest-Pakistan abstürzte.

Weitere Häftlinge aus Afghanistan ausgeflogen
Vom US-Militärstützpunkt in Kandahar wurden unterdessen weitere 58 gefangene Taliban- und El-Kaida-Kämpfer ausgeflogen. 30 von ihnen wurden nach Pakistan gebracht, wie Militärsprecher James Jarvis mitteilte. Die anderen sollen in das Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba geflogen werden.

Gouverneur von Kandahar: Taliban-Chef Omar ist in Afghanistan
Taliban-Oberhaupt Mullah Mohammad Omar hält sich nach Angaben der Provinzregierung von Kandahar weiter in Afghanistan auf. Omar ziehe in Afghanistan von Ort zu Ort, sagte der Gouverneur von Kandahar, Gul Agha, der Nachrichtenagentur Reuters am Sonntag. Er werde aber von afghanischen Sicherheitskräften verfolgt.

20.1.2002 08:20