Dialysegeräte für Bin Laden nach Afghanistan geschafft

Der pakistanische Präsident Pervez Musharraf hält es für sehr wahrscheinlich, dass Terroristenchef Osama bin Laden tot ist. Er glaube, dass der nierenkranke Bin Laden nicht in der Lage gewesen sei, sich behandeln zu lassen, sagte Musharraf in einem Interview des US-Nachrichtensenders CNN. "Ganz offen, ich denke, er ist tot, denn er ist ein Nierenpatient."
Der Sprecher des Weißen Hauses, Ari Fleischer, sagte dazu am Freitag vor Journalisten: "Wir wissen es schlicht nicht." Er fügte hinzu, wenn Musharrafs Äußerungen zuträfen und Bin Laden wirklich tot sei, würde Präsident George W. Bush "dies nicht als unwillkommenes Ereignis ansehen".
Musharraf führte in dem CNN-Interview weiter aus, es sei seinem Land bekannt, dass Bin Laden zwei Dialyse-Geräte nach Afghanistan habe bringen lassen. "Eines war spezifisch für seinen persönlichen Gebrauch bestimmt." Musharraf verwies zugleich auf jüngste Videos, die einen äußerst geschwächten Bin Laden gezeigt hätten. "Ich würde eher davon ausgehen, dass er tot ist und erst an zweiter Stelle, dass er lebt und sich irgendwo in Afghanistan versteckt hält."
Musharraf sagte nicht, ob sich seine Äußerungen auf Geheimdienstberichte stützten oder ob es sich lediglich um Vermutungen handle. Das letzte Lebenszeichen von Bin Laden war eine Videoaufnahme, die der Fernsehsender El Jazeera am 26. Dezember ausstrahlte.
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