SPEZIAL: ÖSTERREICHS AFGHANISTAN-TRUPPE

·Die Aufgaben
Sicherheit, Hilfe und Know-How
·Chronologie
Afghanistan seit dem 11. September
Im Rahmen eines militärischen Festaktes in Wiener Neustadt wurden heute die österreichischen Teilnehmer der internationalen Schutztruppe für Afghanistan verabschiedet. Das aus 60 Soldaten bestehende Kontingent wird noch heute nach Deutschland verlegt, wo gemeinsam mit den deutschen, niederländischen und dänischen Soldaten die abschließenden Vorbereitungen für den Einsatz bei Kabul getroffen werden.
Die Friedensmission sei "ein wichtiger Einsatz zur Stabilisierung Afghanistans", erklärte Verteidigungsminister Herbert Scheibner (FPÖ) bei seiner Rede vor der abmarschbereiten Truppe. Ereignisse wie zuletzt die Terroranschläge in den USA am 11. September hätten gezeigt. "dass wir uns nicht mehr abschotten können, dass wir nicht mehr die Insel der Seligen sind", sagte Scheibner.
Die österreichischen Soldaten hätten in vielen Friedensmissionen hervorragende Leistungen gebracht, die international anerkannt würden, so der Verteidigungsminister. Das Afghanistan-Kontingent stelle "eine wichtige Visitenkarte für das österreichische Bundesheer und die gesamte Republik Österreich" dar.
An dem Festakt nahmen auch Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider (FPÖ) und die niederösterreichische Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop (ÖVP) sowie hohe Offiziere des Bundesheeres teil. Das Kontingent wird aus Soldaten des Zentrums Jagdkampf in Wiener Neustadt und des Kärntner Jägerbataillons gebildet. Im Großraum Kabul soll die Truppe Schutz- und Sicherungsaufgaben übernehmen.
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