Scheibner begrüßt eindeutiges Votum

Im Parlament haben am Donnerstag die Vertreter aller vier Fraktionen dem Afghanistan-Einsatz des österreichischen Bundesheeres zugestimmt. Verteidigungsminister Herbert Scheibner (F) begrüßte das einstimmige Votum. Die 60 Soldaten, die das österreichische Kontingent bilden, werden am Freitag verabschiedet.
Scheibner erklärte zum Beschluss im parlamentarischen Hauptausschuss, "ich sehe das als eindeutiges Signal, dass alle politischen Kräfte unseres Landes hinter diesem wichtigen solidarischen Beitrag Österreichs in einer Krisenregion stehen. Sie stellen sich damit auch eindeutig hinter die Soldaten unseres Bundesheeres."
Nach einem einstimmigen Beschluss des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen wird in dieser Mission eine internationale Sicherheitsbeistandstruppe mit der Bezeichnung ISAF (International Security Assistance Force) gebildet. Sie soll für die Dauer von vorerst sechs Monaten die Interimsbehörde Afghanistans unterstützen. Gleichzeitig soll damit dem Personal der Vereinten Nationen und anderen Hilfsorganisationen eine Arbeit in sicherem Umfeld ermöglicht werden.
Die im AUCON (Austrian Contingent) entsendeten Österreicher werden gemeinsam mit deutschen, dänischen und niederländischen Kameraden eingesetzt. Sie wurden für diesen Auftrag aus den Eliteverbänden Zentrum Jagdkampf und Jägerbataillon 25 gezielt ausgewählt, einsatzorientiert ausgebildet und bestmöglich ausgerüstet. Sie sind fähig und bereit, die an AUCON/ISAF konkret gestellten Aufgaben im Verbund von militärischen Kräften und zivilen Hilfsorganisationen aus anderen Staaten optimal zu erfüllen. Am morgigen Freitag wird das Bundesheer-Kontingent um 11.00 Uhr in der Maximilian-Kaserne Wiener Neustadt im Rahmen eines militärischen Festaktes verabschiedet werden.
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